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OLD EUROPE: KAPITALMARKTPROFIS UND SOCIAL MEDIA
Laut der Umfrage "Social Media Survey 2011", die von der DVFA und der Deutsche EuroShop gemeinsam durchgeführt wurde, erachten nur 45 % der befragten Analysten und Investoren Social Media als zumindest teilweise wichtig, während 71 % die Webseiten von Wirtschaftsmedien als Hauptinformationsquelle nutzen.
Die Mehrheit der Befragten sei skeptisch, was die Bedeutung und Zuverlässigkeit der Informationen auf Social Media Plattformen betrifft. Dennoch würden sie zukünftig eine verstärkte Nutzung von Social Media für die Informationsverbreitung und den Dialog erwarten.
Die von Investment Professionals bevorzugten Social Networking- Kanäle sind Xing und LinkedIn ? vor allem für die Kontaktpflege.
Schwerpunkt der Untersuchung war die Einstellung von Kapital- marktprofis gegenüber traditionellen, Online- und sozialen Medien (wie Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn, YouTube und SlideShare); gleichzeitig wurde das Nutzungsverhalten dieser Zielgruppe abgefragt. Die meisten Teilnehmer waren Analysten (36 %), gefolgt von einer Gruppe mit unterschiedlichen Verantwortungsbereichen (34 %) und Investoren (29 %).
Wenn Unternehmen soziale Medien nutzen, um mit der Investment- Community in den Dialog zu treten, würde ihnen nur eine knappe Mehrheit (51 %) in die Social-Media-Welt folgen. 62 % der Teilnehmer erwarten diesen Schritt von Unternehmen bisher auch gar nicht.
Weitere Ergebnisse:
- Diskussionsboards werden als wichtiger angesehen als Blogs und Social Media
- 31 % der Befragten wurden durch Blogs dazu motiviert, weitere Recherchen zu einem Thema zu machen
- Desktops sind die bevorzugten Hardware-Lösungen (84 %), Blackberry ist mit 56 % das meistgenutzte Smartphone
- Sollte der persönliche Direktkontakt nicht möglich sein, bevorzugen 79 % der Befragten den Dialog per E-Mail und 21 % per Telefon
- 74 % der Befragten verbringen täglich mehr als 2 Stunden online
Download der Ergebnisse als PDF-Datei (1,7 MB) unter http://www.dvfa.de/socialmediasurvey2011
AWARDS: ERNEUT EIN HOMERUN VON BASF?
Mit zehn Nominierungen ist die BASF haushoher Favorit bei den IR Magazine Europe Awards 2011, die Ende Juni in London vergeben werden. Die Latte liegt allerdings zwar hoch - im vergangenen Jahr hat das IR-Team um Magdalena Moll bei quasi allen wichtigen Awards die Spitzenpositionen besetzt - aber schon bei den IR Magazine Awards sind dieses Jahr sogar mehr Nominierungen zusammengekommen.
Weitere Nominees aus Deutschland sind in den verschiedenen Kategorien: RWE, Lanxess, Allianz, K+S, E.ON und Brenntag.
Mehr Informationen unter http://bit.ly/mAT96M
NEUER DIRK-GESCHÄFTSFÜHRER
Dr. Torsten Tragl (43) wird neuer Geschäftsführer des Deutschen Investor Relations Verbandes (DIRK). Er folgt auf Peter List (40), der die Geschäftsführung des DIRK seit Januar 2011 interimistisch übernommen hatte und zuvor als Business Development Manager für den Verband tätig war.
Dr. Tragl verfügt über langjährige Erfahrungen in der Unternehmens- und Finanzkommunikation international tätiger Unternehmen. Aktuell ist er Geschäftsführer der HFN Kommunikation GmbH und betreut am Standort Frankfurt am Main insbesondere Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft und der Finanzbranche.
BESTE FINANZKOMMUNIKATION IM MITTELSTAND 2011
Klare und transparente Finanzkommunikation sorgt für eine starke Kapitalbasis, insbesondere bei mittelständischen Unternehmen.
Zum fünften Mal schreibt Euler Hermes den Wirtschaftspreis "Beste Finanzkommunikation im Mittelstand" aus.
Mehr Informationen unter http://www.fikomm.de/de/
PROGNOSEN IM DAX: 7 TOP, 6 FLOP
Kirchhoff Consult: Umfassende Prognosen weiterhin selten in den Geschäftsberichten der DAX30-Konzerne
Nur sieben der 30 DAX-Konzerne bieten in ihren aktuellen Geschäftsberichten eine Prognoseberichterstattung, die das Prädikat "Hohe Transparenz" rechtfertigt. Zu diesen Ergebnissen kommt die Kirchhoff Consult AG nach einer Analyse der Geschäftsberichte des Jahrgangs 2010.
In der Studie stellte sich heraus, dass vor dem Hintergrund einer anziehenden Konjunktur viele DAX-Unternehmen eine konkrete Prognose für 2011 abgeben, ein 2-Jahres-Ausblick anhand konkreter Zahlen wird jedoch selten angegeben. Die Länge der Prognose- berichterstattung variiert von 2 bis 14 Seiten. Am effizientesten ist hierbei Henkel: mit nur vier Seiten schaffte es das Unternehmen in die höchste Transparenzkategorie.
Im Gegensatz dazu erhielten auch sechs Unternehmen das Prädikat "Niedrige Transparenz".
Download der Ergebnisse als PDF-Datei (4,3 MB) unter http://bit.ly/kKsef1
LESE-TIPP
Wüstefeld/Wiedmann/Klibert: Finanzkommunikation börsennotierter Unternehmen
Speziell in der heutigen Zeit und als Folge der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise sind viele Anleger grundsätzlich vorsichtiger geworden. Sie sind verunsichert, welchem Unternehmen sie ihr Vertrauen schenken können und wo ihre Geldanlagen sicher sind. Vor diesem Hintergrund ist das Vertrauen der Anleger als entscheidender Erfolgsfaktor in der Finanzbranche zu manifestieren.
Diejenigen Unternehmen, die sich aus Sicht der Investoren als vertrauenswürdig positionieren, können so einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erzielen. Das Buch greift diese Problematik auf und fokussiert speziell die Entstehung von Vertrauen privater Investoren sowie die Ansatzpunkte für das Vertrauensmanagement mittels direkter und indirekter Finanzkommunikation börsennotierter Unternehmen.
Anhand einer empirischen Studie wird analysiert, wie das Konstrukt Vertrauen erfasst werden kann und welche Auswirkungen es auf den Aktienkauf nach sich zieht.
Thomas Wüstefeld, Klaus-Peter Wiedmann, Tobias Klibert: Finanz- kommunikation börsennotierter Unternehmen: Die Bedeutung des Vertrauens für die Investitionsentscheidung privater Investoren und die gezielte Beeinflussung durch Kommunikationsmaßnahmen, Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, 2011, 188 Seiten, ISBN: 978-3838122991, Preis: 89,00 €



